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Robinienholz

Kurzbezeichnung:
ROB, nach DIN 4046 Teil1
Botanischer Name: Robinia pseudoacacia L.
andere Namen: falsche Akazie, gemeiner Schotendorn

Vorkommen:
Die Robinie wurde zu Beginn des 17. Jh. In Europa eingebürgert. Ihre ursprüngliche Heimat ist der Osten Nordamerikas. Heute ist sie auch in Mittel- und Südeuropa verbreitet.

Das Holz:
Robinien können bis zu 30 m erreichen. Die astfreie Stammlänge beträgt etwa 10 m. Der Stammdurchmesser des Nutzholzes liegt zwischen 0,15 – 0,4 m. Einzelstämme können einen Durchmesser von 0,8, selten 1,0 m erreichen. Die Stämme sind häufig unrund, krummschaftig und zwieselwüchsig. Dadurch wird der Wert des Holzes von Forstkreisen häufig gering geschätzt. Bessere Standortwahl und planmäßige Pflege könnten die Qualität erheblich steigern.

Eigenschaften:
Die Robinie ist mit einer Rohdichte von 0,75 g/cm³ bei einer Holzfeuchte von 12 – 15 % eines der schwersten europäischen Nutzhölzer. Dementsprechend ist das Holz auch sehr hart, zugleich aber auch zäh und elastisch.Die Bruchfestigkeit liegt deutlich über der des Eichenholzes. Nach DIN 68364 ist die Robinie das einzige europäische Holz der Resistenzklasse 1. Sie darf daher nach DIN EN 1176 ohne chemischen Holzschutz für den Bau von Kinderspielplatzgeräten eingesetzt werden.

Verwendung:
Erd- und Wasserbau (Wassermühlen, Brücken); Schiffsbau (Planken, Steven, Spannten, Ruderpinnen); Hafenanlagen (Druckdalben, Buhnen); Nahrungsmittelindustrie (Branntweinfässer), sonstiges (Gruben und Brunnenholz, Wagenräder … SPIELPLATZGERÄTE)

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