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Begegnung mit geflüchteten Menschen

Sie kommen aus Syrien, Kamerun, Tschetschenien, Afghanistan, Albanien und noch vielen anderen Ländern. Geflüchtet vor Krieg & Verfolgung wohnen diese Menschen gemeinsam im Übergangswohnheim in Jüterbog, das wir bereits vor einigen Wochen zum ersten Mal besuchten. Dort wurden wir von einer Sozialpädagogin, einer Pfarrerin & einem Vertreter des Jugendamts in Empfang genommen, um das Gelände zu besichtigen und die geflüchteten Menschen kennen zu lernen. Angeregt durch die Pfarrerin Frau Falk planten wir ein gemeinsames Bauprojekt, um den Menschen etwas Abwechslung von ihrem tristen Alltag zu geben und einladende Sitzmöglichkeiten vor dem Flüchtlingsheim zu gestalten. In dem Wissen, dass diese Menschen jederzeit und ohne jegliche Begründung in ihr Herkunftsland abgeschoben werden können, sowie ihnen in den ersten neun Monaten das Recht auf Arbeit verweigert wird, wollten wir so schnell wie möglich mit den Leuten, die wir dort kennen gelernt hatten das Projekt ,,Bänke bauen’’ starten. Die Entwürfe dazu kamen von den Geflüchteten selbst, wobei wir sie bei der Umsetzung unterstützten.

Am Nachmittag des 16. April 2015 luden wir gemeinsam mit unserem Ausbilder Herrn Titow die Bankmaterialien (Eichenholz, Winkelschleifer, Kettensäge, Schnitzeisen, Farben, etc.) in den Betriebsbus ein und machten uns auf den Weg nach Jüterbog. Auf der Fahrt wurde uns bewusst, trotz guter Vorbereitung haben wir etwas vergessen:
DIE KOMMUNIKATION!
Obwohl wir verschiedene Sprachen auf unterschiedlichstem Niveau beherrschen (wie z.B. Englisch, Russisch, Französisch und Spanisch), mussten wir feststellen, dass die Verständigung letztendlich auf wildes Gestikulieren hinauslaufen würde. Angekommen im Heim begrüßten uns freudestrahlende Gesichter, sodass sich unsere Aufregung schnell legte und wir uns alle voller Elan in das Handwerk stürzten.

Die Freude war groß! Die Zeit verging schnell! Leider zu schnell! Neue Pläne für ein weiteres Treffen wurden rasch geschmiedet. So entstand die Idee als nächstes auf dem Rasen gemeinsam das Runde ins Eckige zu bringen und ein Fußballturnier zu organisieren.
Nur wenige Stunden reichten aus, um mal wieder zu sehen, dass fremde Sprachen, Religion und Länder kein Hindernis sind, für Vertrauen und gutes Teamwork.
Über Soziale Netzwerke haben wir die Möglichkeit gefunden, uns auszutauschen und neue Treffen zu organisieren.

! Refugees Welcome !

Helene & Max
(Lehrlinge im 1. Ausbildungsjahr des Holzbildhauerhandwerks bei SIK-Holz®)

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