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Eh noch der Kondor an Ketten geht …

Jeweils am ersten Freitag im März feiern christliche Frauen (und auch Männer) in über 170 Ländern den Weltgebetstag. Die Liturgie zum Gottesdienst verfassen jeweils Frauen eines bestimmten Landes für die ganze Welt.
2011 wurde Chile als Weltgebetstagsland ausgewählt. Chile ist ein Land mit extremen Gegensätzen. Auf der einen Seite gibt es einzigartige Naturschönheiten und Bodenschätze. Auf der anderen Seite leidet das Land schwer an den Folgen seines unter der Pinochet – Diktatur etablierten neoliberalen Wirtschaftsmodells, das zu krassen sozialen Unterschieden geführt hat.

Auch SIK-Holz hat sich in diesem Jahr an der Ausgestaltung eines Weltgebetstags-Gottesdienstes beteiligt. Angeregt durch die Frauen der Kirchengemeinde Jüterbog entwarf Geschäftsführer Klaus-Peter Gust zwei Andenkondore. Gebaut wurden die originalgroßen Vögel von Auszubildenden unter Anleitung ihres Lehrmeisters Igor Titow.
Der Andenkondor ist der weltgrößte, flugfähige Greifvogel. Die Spannweite seiner Flügel kann bis zu 3,2 m erreichen. Seine geographische Heimat ist zum größten Teil das Land Chile. Hier ist der Kondor zu einem nationalen Symbol und einem Symbol der Freiheit geworden. Man findet ihn auf Briefmarken und Münzen, in Liedern und Gedichten.

Auch hierzulande wurde der Kondor
von der Gruppe Renft
nach einem Text von Kurt Demmler besungen:

… eh noch der Kondor
an Ketten geht,
reißt er sich das Bein
mit Ketten aus,
schwingt sich in den Himmel
und blutet aus.
Noch im Tode
er fliegt,
seht, seht den Vogel seht,
seht den Vogel
unbesiegt.

Nach dem Weltgebetstag haben die beiden Andenkondore ihre neue Heimat im Dachgestühl der Firma SIK-Holz gefunden. Mit majestätisch ausgebreiteten Flügeln begrüßen sie jeden Tag Mitarbeiter und Besucher.

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