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Ein Denkmal für einen Bischof

Stadtgeschichte sichtbar und erlebbar zu machen, ist ein zentrales Arbeitsfeld der SIK-Holzgestaltungs GmbH. Neben den spielerischen Aspekten geht es an vielen Orten auch darum, die Identität und die Alleinstellungsmerkmale des Ortes in den öffentlichen Raum zu bringen. Gerade in Brandenburg gibt es viele Städte mit einer 1000jährigen Geschichte. Doch wer weiß schon, wie die Besiedlung vor 1000 oder mehr Jahren begann? Im Fall von Jüterbog war es der Erzbischof Wichmann der vor 850 Jahren dem Ort das Stadtrecht verlieh. Zuvor holte er flämische Siedler aus dem heutigen Belgien in die Region und manifestierte das Christentum durch den Bau einer Kirche neben der wendischen Siedlung. Die erste bekannte Mirgration also im heutigen Brandenburg. Nicht überall verlief sie so friedlich wie in Jüterbog.

Die Idee für den Stadtgründer ein Denkmal zu schaffen kam vom Heimatverein »Jüterboger Land«. Zum 10jährigen Bestehen des Vereins, das mit dem Reformationsjahr zusammenfiel, wurde das Denkmal am 30. Oktober 2017 feierlich enthüllt. Geschaffen wurde es von SIK-Holz Geschäftsführer und Bildhauermeister Klaus-Peter Gust. In nur 4 Wochen verwandelte er einen 133 Jahre alten Eichenstamm in einen 2,75 m hohen und 680 kg schweren Erzbischof Wichmann. In der einen Hand hält er den obligatorischen Bischofsstab und in der anderen Hand ein Modell der ersten von ihm geweihten Kirche der Stadt.

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