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In Dortmund geht's »Hoch Hinaus«

Das zentrale Thema des Spielplatzes „Hoch hinaus“ im Dortmunder Westfalenpark wurde in einem Beteiligungsverfahren des Jugendamtes der Stadt mit den Kindern und Jugendlichen im Alter von 8-14 Jahren aus dem Stadtumbaugebiet herausgearbeitet. Die Ideen und Wünsche waren die Grundlagen für die Planung des Platzes durch SIK-Holz®: Spielen und bewegen, Natur erleben, Ausruhen und unterhalten, Kreatives und Gestalten. Der Spielplatz wurde in 3 Bereiche aufgeteilt. Durch den vorgegebenen Weg erfolgte die Trennung vom aktiven Bewegungsbereich und dem eher kommunikativen Ruhebereich.

Die Kletterspielanlage „Hoch hinaus“ ist dabei der zentrale Punkt. Mehrere Spieltürme mit Podesthöhen zwischen 2,0 und 6,0m wurden durch verschiedene Brücken und Netze verbunden. Die Kinder und Jugendlichen begehen dabei unterschiedliche Wege. Bewegungsformen wie Balancieren, Klettern, Hangeln und Rutschen können ausgeübt werden. Besonders das Halten des Gleichgewichts und das Aufbauen einer Körperspannung werden geschult, sowie Geschicklichkeit und Kraftaufbau gefördert. Die Bewegungsabläufe können immer wieder eine andere Richtung einnehmen. Besondere Attraktionen sind das „Vogelnest“ und der „Gittertunnel“. Hier entsteht der von den Kindern und Jugendlichen gewünschte Perspektivwechsel: beobachten, an die eigenen Grenzen gehen, Herausforderungen bestehen und „sich selber spüren“. Durch „Zugangsfilter“ wurde verhindert, dass kleinere Kinder die Kletterspielanlage benutzen.
Gleich neben dem Kletterwald befindet sich der Schaukelbereich. Die Anbindehöhe der Schaukelsitze in einer Höhe von 4,5m lassen das Schwingen, Fliegen und Schweben, als ein Urbedürfnis der Menschen, in einem besonderen Maße empfinden. Auch Erwachsene lassen sich gern auf dieses Erlebnis ein.

Auf der anderen Seite des Weges befindet sich der Gegenpol zum Kletterwald – der Bereich zum „Chillen und Abhängen“. Der Bereich wurde in drei Teile getrennt, die sich über ein modelliertes Gelände erstrecken. Neben dem Klettern und Balancieren auf unterschiedlichen Brücken und Stegen im erdnahen Bereich, gibt es viele Netze und Podeste, die zum Verweilen und Kommunizieren einladen. Manch ein Jugendlicher probiert sich hier erst aus, bevor er in den Kletterwald „Hoch hinaus“ startet.

Alle Spielgeräte sind gestalterisch und optisch miteinander verbunden. Die Formensprache der krummwüchsigen, handwerklich bearbeiteten Pfosten findet sich in allen drei Bereichen wieder. Zudem verbindet die dezente farbliche Gestaltung den Spielraum mit dem Landschaftsraum.

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