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Klein Schweden in Berlin

Der Klausener Platz in Berlin, benannt nach Erich Klausener, einem der ersten Opfer des Nationalsozialismus in Deutschland, ist ein zentraler Treffpunkt für die ca. 15 000 Einwohner des angrenzenden Quartiers. Durch die zahlreichen Aktivitäten, wie Markttage, Familien- und Kinderfeste, auf und um den Platz herum, trägt er maßgeblich zu einer positiven Quartiersentwicklung bei.
Angelegt als Reitplatz wurde er bald zu einem Schmuckplatz durch den Gartenarchitekten Ludwig Neßler umgestaltet. Auch heute noch ist die barocke Grundstruktur des Platzes zu erkennen. In den 1920 Jahren wurde sie etwas aufgehoben, um größere Spielflächen und Ruhezonen zu erhalten. Diese werden seither intensiv von allen Anwohnern genutzt. Eine Sanierung des Platzes wurde aufgrund des hohen Benutzerdrucks immer dringender und konnte im vergangenen Jahr durch ein Spielplatzsanierungsprogramm des Senats in Angriff genommen werden. Am 4. Mai 2015 wurde der neue Platz offiziell eingeweiht. Die Kinder hatten natürlich schon gleich nach dem Ende der Bauarbeiten die neuen Spielgeräte getestet.

Als zentrales Thema und Vorbild für die Gestaltung des Platzes diente die beliebte Kinderbuchreihe Petterson und Findus. Die konzeptionelle Idee dazu entwickelte Andreas Schmidt vom Grünflächenamt Charlottenburg-Wilmersdorf. SIK-Holz® setzte das Konzept in Spielstrukturen mit hohem Spielwert und einer für Kinder ansprechenden Ästhetik um.

Entsprechend der barocken Grundstruktur wurde der Platz in vier Spielbereiche gegliedert. Im Uhrzeigersinn beginnt es links vom Eingangstor mit Spielangeboten für Kinder unter drei Jahren. Durch kleine Weideninseln hindurch, die zum Verstecken einladen, gelangen die Kinder zu einem Hühnerstall mit Kletter- und Rutschelementen, sowie Dreh- und Wippgeräten. Es schließt sich ein Wasserspielbereich an, der in eine Stegkombination mit Sandspielelementen und Fischerhaus übergeht. Den Abschluss bildet schließlich ein kleiner Kletterwald mit Schaukel und Baumhaus für größere Kinder bis zu 12 Jahren.

Die Mitte des Platzes mit ihrer geometrischen Baumstruktur und den verstreut angeordneten Findlingen bietet Platz zum Ausruhen, Sitzen und Beobachten. Auch alte Spielgeräte wie ein gestrandetes Boot, eine Boje, Federwipper und ein Kletternetz wurden in das neue Konzept einbezogen und an anderer Stelle eingebaut. Sie geben dem Platz eine Patina und eine Reminiszenz an vergangene Spieltage.

Ein herzliches Dankeschön für die gute Zusammenarbeit allen Beteiligten, insbesondere Herrn Schmidt vom Grünflächenamt Charlottenburg-Wilmersdorf, sowie Herrn Baur von der Firma Andreas Baur Landschaftsgestaltung.

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