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Piraten in Sicht

Wie kommt ein Piratenschiff eigentlich in den Bayrischen Wald, genauer gesagt in den kleinen Luftkurort Zwiesel? Piratenschiffe werden eigentlich eher an der Ostsee, an der Nordsee oder anderen großen Meeren vermutet. Aber auch in Zwiesel im Bayrischen Wald gibt es die Sehnsucht nach weiten Horizonten und maritimen Abenteuern und etwas Wasser gibt es in Zwiesel auch. Es handelt sich hier zwar nur um ein Freibad, das sozusagen von Natur aus im Vergleich zu den großen Meeren nicht die große Sehnsucht wecken kann, doch mit etwas maritimem Equipment kann man dem nachhelfen.

So entstand der Arbeitskreis Bad, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Freibad nach und nach in ein attraktives Freizeitgelände zu verwandeln. 2011 sollte ein großes Piratenschiff am Gondelteich vor Anker gehen. Recherchiert man die Presseartikel zu diesem Thema, wird deutlich wie viel Zeit und Kraft in dieser ersten Aktion bereits steckt. Fördermittel und Sponsoren werden gesucht, ein großes Herbstfest wird veranstaltet und viel Öffentlichkeitsarbeit geleistet.
Die Arbeit hat sich gelohnt. Im Frühjahr 2011 wurde ein ca.10 m langes Piratenschiff in der SIK-Holz’schen Werft bestellt. Die Montage vor Ort war eine große gemeinschaftsstiftende Aktion initiiert durch den Arbeitskreis Bad, unterstützt durch viele Firmen vor Ort und geleitet durch SIK-Holz Monteur Markus Röttig.

Am 11. Juni 2011 wurde ein großen Piratenfest veranstaltet und das Piratenschiff mit kirchlichem Segen auf den Namen „Woid Pirat“ getauft. Auch dieser Namensfindung ging viel Öffentlichkeitsarbeit voraus. Der Gewinner wurde durch eine Jury ermittelt und mit einer Schatzkiste belohnt.
Das Schiff bietet viele Kletter- und Versteckmöglichkeiten für viele kleine Piraten. Mittels Sandaufzüge und Sandrutschen können Piratenschätze auf- und abgeladen werden. Im Klüver hängt eine Seilschaukel, im Bug steht eine Wasserkanone und vieles mehr. Es lohnt sich also das Freibad in Zwiesel zu besuchen, auch wenn mal kein Badewetter ist.

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