Kopfbereich
Artikel

Spielen in historischen Parkanlagen

Historische Gartendenkmäler sind ein wichtiger Teil unserer Kultur. Es ist die Aufgabe jeder Gesellschaft dieses kulturelle Erbe für die nachfolgenden Generationen zu schützen.
Denkmalschutz muss jedoch eine Nutzung nicht ausschließen oder einschränken. Im Gegenteil – Denkmale, die von Menschen bewohnt oder genutzt werden haben eine größere Überlebenschance.

Spielplätze waren in der ursprünglichen Planung von heutigen Gartendenkmälern nicht vorgesehen, da Kinder im Gegensatz zu heute sich noch selbstständig und ungefährlich in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld bewegen konnten. Es ist daher ein sensibler Umgang bei der Gestaltung von Spielplätzen in historischen Parkanlagen erforderlich.
Ein gelungenes Beispiel hierfür ist der Kinderspielplatz am Ungewitterweg in Berlin-Spandau. Er liegt in einem Grünzug in der Gartenstaat Staaken – einem Bau- und Gartendenkmal. Dieser Grünzug wurde in den 20er Jahren von dem Gartenarchitekten Ludwig Lesser konzipiert.

Die aus historischen Plänen übermittelte Bezeichnung „Gänsewiese“ wurde bei der Gestaltung des Kinderspielplatzes thematisch aufgegriffen und in einer kunstvollen für Kinder verständlichen Art umgesetzt. Eine als Holzskulptur gefertigte Gänseschar soll an die ehemalige Gänsehütewiese erinnern.
Die beiden Spielbereiche, mit Kletter- und Bewegungsangeboten für die entsprechenden Altersgruppen, wurden in die Randbereiche gelegt. Die inhaltliche Konzeption der Spielbereich wurde durch eine Kinderbeteiligung ermittelt. Hohe geschwungene Dächer mit Kupferspitzen nehmen gestalterischen Bezug zur Formensprache des Jugendstils und fügen sich so harmonisch in das Gesamtbild ein.

Träger und Ansprechpartner:
Bezirksamt Spandau von Berlin, Grünflächenamt;
Carl-Schurz-Str. 2/6; 13578 Berlin
Tel.: 030 – 33033024
Fax: 030 – 33033955

Randspalte
Fußbereich