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Spielhaus Piet

Oranienburg / Landesgartenschau
Baujahr: 2009

Das Thema der Landesgartenschau Oranienburg 2009 bezog sich auf die Namenspatronin der Stadt – Louise Henriette von Nassau-Oranien – und gab Einblicke in das Leben und Wirken der Großen Kurfürstin. Sie setzte besonders nach dem Ende des 30jährigen Krieges Hoffnungszeichen durch die Errichtung von Musterwirtschaften und sozialen Einrichtungen. In Anlehnung an die verspielte Zeitepoche des Barocks sollten sich auch die Spielelemente auf der Landesgartenschau in die Traumlandschaften der Großen Kurfürstin integrieren.
Inspirieren ließen sich die Planer für die Gestaltung der Spielbereiche von einem Gemälde Pieter Bruegels d.Ä., einem Landsmann Louise Henriettes aus den Niederlanden.
Auf dem Bild sind über 80 Kinderspiele dargestellt, die zum Teil vergessen sind, zum Teil aber auch heute noch gespielt werden.

Zentrales und wichtigstes Element der Spiellandschaft ist das „Speelhus Piet“. Das 5 × 6 m große Spielhaus bezieht sich in seiner äußeren Gestaltung direkt auf das Gemälde. Im Inneren bietet es auf 6 Ebenen viele Spielmöglichkeiten an. Treppen, Stiegen und Rutschen verbinden die Ebenen und zeigen zugleich die Enge der damaligen Zeit. Es ergeben sich Bewegungs- und Handlungskreisläufe, die von den Kindern immer neu kombiniert werden können. In den einzelnen Ebenen gibt es Bereiche zur Öffnung der Sinne, der spielerischen Kommunikation und der Balance. Die Höhe und Zugänglichkeit des Spielhauses ermöglicht eine altersübergreifende und integrative Nutzung. So ist die untere Etage des Hauses mit dem Rollstuhl befahrbar und auch Erwachsene können alle Ebenen des Hauses, wenn auch teilweise gebückt, erkunden.

Neben dem zentralen Spielelement gibt es auch viele dezentrale kleine und größere Spielflächen auf denen „vergessene Spiele“ aus dem Gemälde von Pieter Bruegel d.Ä. gespielt werden können. Das Bild Bruegels ist so fast 500 Jahre nach seiner Entstehung, eingebettet in die Traumlandschaft der Großen Kurfürstin Preussens, Wirklichkeit geworden.

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